Stiftung Kaplirz de Sulewicz
Die Familienstiftung bezweckt die Foerderung des geschichtlichen und kulturellen Bewusstseins der Generationen...
Die erste Emigration erfolgte, als das Kaiser- und Koenigshaus der Habsburger 1620 die Rebellion der protestantischen boehmischen Staende blutig niedergworfen hatte.
Der Kaiser war entschlossen, seinen Sieg bis zum Aeussersten zu nutzen.
Siebenundzwanzig der boehmischen Rebellen darunter Kaspar Kaplir ze Sulevic liess er vor dem Prager Altstaedter Rathaus hinrichten.
Und die Konfiskation (geschoenter Begriff fuer den Raub von Eigentum) sollte jeden treffen, der irgendwie mit den Rebellen zu tun hatte.
Die Protestanten wurden schliesslich aus Boehmen verbannt vertrieben sagt man heute. 30.000 waren es zunaechst, berichtet die historische Forschung. Am Ende war die nach Deutschland, Polen, Holland, Schweden und England stroemende Welle von ueber 180.000 politisch und religioes verfolgten boehmischen Protestanten eine der staerksten Emigrationsbewegungen in Europa der jungen Neuzeit.
Die in Boehmen verbliebenen protestantischen Familien konvertierten zum katholischen Glauben.
Die Nachfahren leben heutzutage in den verschiedensten Teilen der Welt und sprechen infolgedessen verschiedene Sprachen.
Sie kommen gerne nach Prag, in die Stadt ihrer boehmischen Familiengeschichte.